Theater 2018

50 Jahre und noch kein bisschen fad und öde!

Vor rund 50 Jahren begann das Steinseer Theater 1968 seine Erfolgsserie. Man fing klein an - buchstäblich auf Heu und auf Stroh. Die Theatertruppe entstand aus der Mitte des Reitclubs Steinsee heraus. Man wollte nicht nur reiten, sondern auch sonst zusammen sein und das Gesellige auf kurzweilige Art beleben.

Als erste Bühne diente ein in der Reithalle aufgestellter Heuwagen. Eine einmalige, sich kaum wiederholende Konstellation half dem Theater auf die Sprünge. Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich Leute wie der bekannte Theater- und Filmschauspieler Kurt Großkurth und der erfahrene Theater- und Comedy-Allrounder Hubert Bichlmeyer, der früher seine Schauspielprüfung bei Hans Schweikart, dem ehemaligen Intendanten der Münchner Kammerspiele abgelegt hatte. Ein Rundumtalent, dem nichts fremd war, was mit Theater und Bühne zusammenhing, und der außerdem sehr gut Texte schreiben konnte. Auch ein paar weitere Theaterverrückte waren damals darunter. Einen davon gibt es heute noch, nämlich den Generalintendanten Albert Finkenzeller, dessen Theaterbegeisterung in den vergangenen 50 Jahren niemals zum Erlöschen kam und der heute noch für sein Theater lebt und stirbt. 

Das Theater in seiner Urform war für Profis so reizvoll, dass der bekannte bayerische Volksschauspieler Georg Blädel - der Blädel Schorsch - und die damals als Tanzgruppe bekannten "Tanzenden Münchner Kindeln" sich spontan bereit erklärten, bei den ersten Aufführungen des Theaters mitzuwirken.

Während es vom Heuwagen räumlich wieder bergab ging, ging es ansonsten laufend weiter bergauf. Zunächst stieg man vom Heuwagen auf eine kleine, selbst gebaute Bühne herunter, die dann bei den jeweiligen Theateraufführungen im Reiterstüberl und dann jahrelang beim früheren Neuwirt in Glonn im dortigen Festsaal aufgebaut wurde. Laufend bergauf ging es, weil immer mehr Leute die Steinseer Theatertruppe sehen wollten und man neue Räumlichkeiten benötigte. So spielte man später im alten Brauereisaal in Egmating, der dann leider der dortigen Golfanlage zum Opfer fiel, in den Stadthallen von Egmating und Oberpframmern, bis man schließlich im Jahr 2017 eine neue ideale Heimat auf Gut Georgenberg fand, die alle Ansprüche der Theatertruppe zufrieden stellt.

Dort kann das Publikum nun auch die Jubiläumsaufführung zum 50. Geburtstag des Steinseer Theaters und der Steinseer Theatertruppe verfolgen mit dem Motto "So wia´s is - so is´".

Doch, liebes Publikum, keine Sorge, es wird sich bei diesem Abend um kein philosophisches Seminar über existenzielle Fragen handeln, sondern hier kommt der urbayerische Drang zur doppelbödigen Satire zum Durchbruch, wobei - das gehört auch zur Satire - mit zeitkritischen Texten von hoher Aktualität nicht gespart wird. Und weil das Steinseer Theater seit Jahren auch im musikalischen Genre zuhause ist, wird der Zuschauer darüber hinaus mit viel Livemusik und einer Profiband, die dazu aufspielt, verwöhnt.

Trotz seiner 50 Jahre fließt im Steinseer Theater viel frisches Blut und herrscht dort entsprechender Schwung. Vom Säugling abgesehen, findet sich nahezu jede Altersgruppe im Ensemble bis zum Theatermethusalem Albert Finkenzeller wieder, welcher das Theater in den vergangenen 50 Jahren mit geprägt hat.

Na, das ist doch was! Wer möchte da nicht dabei sein? Auch für das leibliche Wohl ist gut gesorgt. Wer vor der Vorstellung Stärkung braucht, um den Abend besser zu überstehen, kann dies zwei Stunden vor Beginn ausführlich tun. Auch diejenigen, die sich nach der Vorstellung erst einmal erholen und dabei Manöverkritik üben wollen, haben hierzu anschließend noch zwei Stunden bei Speisen und Getränken ausreichend Gelegenheit.

Die Steinseer Theatertruppe erwartet Sie von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. März 2018 im Festsaal des Guts Georgenberg in 85625 Glonn. Statt € 20,00 zahlt jeder nur den Jubiläumspreis von € 19,50.

Karten gibt´s hier

Sie können aber auch bei Inge Balk, Telefon 089 / 6701251 bestellt werden.

Klaus Bückle

 

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